Fische im Gartenteich

Eines Morgens, wir wohnten noch nicht lange in unserem Haus, bemerkte mein Vater, dass die gesamte Terasse unter Wasser stand. Durch anhaltende Regenfälle hatte sich eine Quelle in unserem Garten gebildet. Daraufhin hob mein Vater eine quaderförmige Grube aus, betonierte und strich die Wände, leitete die Quelle so, dass sie in den Teich plätscherte und schloss einen Überlauf an das Abwasser an. Später merkte er, dass die Quelle in trockenen Zeiten versiegte un baute eine Umwälzpumpe ein, die er nach Belieben anstellen konnte.

Aus der nahe gelegenen Ruhr holte er ein paar Pflanzen, ich glaube, es waren Seerosen und Schilf. Von Bekannten bekam er zwei Goldfische, die zu groß geworden waren. Die Goldfische haben sich vermehrt und mit den Pflanzen muss wohl eine unscheinbare Fischsorte aus der Ruhr Einzug in den Teich gehalten haben. Diese Fische haben so viel Nachwuchs bekommen, dass nach einigen Jahren über 50 Fische wieder zurück in die Ruhr mussten.

Im Winter ist der Teich oft zugefroren, aber eine kleine Stelle wurde stets offengehalten. Weil der Teich extra 80cm tief war, konnten die Fische, die im kalten Wasser sehr träge waren, sich auf den Boden des Teiches zurückziehen.

Einige Male mussten wir einem Frosch aus dem Wasser helfen, denn es gab für ihn keine Möglichkeit, alleine wieder ans Ufer zu kommen. Dazu hat mein Vater erst später ein Stück des Randes abgeflacht. Nun konnten die Frosche wieder aus dem Teich und die Vögel problemlos ans Wasser.

Der Teich war frei zugänglich, was für uns Kinder kein Problem darstellte. Aber ab und zu, wenn meine Eltern auf der Terasse gefeiert haben, hat der ein oder andere Besucher nicht auf den Teich geachtet und ist hineingefallen. Wir Kinder fanden das sehr lustig.

 

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